Über uns

Historie Petö

Blickt man zurück auf die Geschichte der konduktiven Förderung von cerebral geschädigten Kindern und Jugendlichen in Deutschland, so steht ein Mensch im Mittelpunkt dieser Betrachtung: Peter von Quadt.

Beheimatet am Starnberger See, suchten er und seine Frau Hanni für ihren von einer frühkindlichen Hirnschädigung betroffenen Sohn Simon in den 1980-er Jahren lange nach einer geeigneten Therapiemöglichkeit.

1984 fanden sie im Institut des ungarischen Arztes Prof. András Petö endlich Hilfe. Der Erfolg der ersten Behandlungswochen war überwältigend. Simon konnte auf eigenen Füßen stehen und gehen!

Danach war es das beständige Anliegen Peter von Quadts, die Etablierung der konduktiven Förderung in ganz Deutschland voran zu treiben.

Ausgehend von Starnberg gründeten sich vornehmlich im Westen Deutschlands immer mehr Vereine, deren Inhalt die Förderung von körperbehinderten Kindern und Jugendlichen nach der Methode Petös war.

Gründung Ponte Kö e.V.

Schon in den 1990er Jahren fuhren auch Eltern aus Mitteldeutschland (Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen) mit ihren behinderten Kindern nach Budapest. Im Kontakt mit Herrn von Quadt wurde die Idee geboren, auch hier die Möglichkeit der konduktiven Förderung anzubieten.

So trafen sich im Frühjahr 1997 Herr von Quadt, die Inhaber der Medizinischen Bildungsakademie Joachim Tentscher und seine Frau Inja, der Bürgermeister der Stadt Bad Kösen Christoph Emus, Dr. Helmut Schache, der Gründer der Lilje Gruppe Hermann Lielje, Dr. med Roswitha Leich, PR- Berater Jürgen Meier und betroffene Eltern, um die Voraussetzungen zur Gründung eines Fördervereines für behinderte Kinder und Jugendliche zu erörtern.

Nach umfangreicher organisatorischer Vorbereitung war es soweit: Am 11.09.1997 erfolgte im Vereinsregister der Eintrag des Vereines Ponte Kö e.V. mit Sitz in Bad Kösen (Sachsen-Anhalt) unter Leitung von Herrn Joachim Tentscher.

Nach Überwindung weiterer bürokratischer Hürden konnten im Sommer 1999 erstmals konduktive Förderwochen für überwiegend in Mitteldeutschland beheimatete behinderte Kinder und Jugendliche in den dem Verein zur Verfügung gestellten Räumen der Saale-Reha-Klinik II stattfinden.

Das Interesse war überwältigend und die Eltern konstatierten nach Abschluss der Therapie für nicht möglich gehaltene Fortschritte im motorischen und kognitiven Bereich ihrer Kinder!

Seit dem finden kontinuierlich drei Mal im Jahr für jeweils 6 Wochen Therapieblöcke für mobilitätsbehinderte Kinder und Jugendliche statt. Medizinisch begleitet werden wir dabei von der Kinderärztin Frau Dr. Roswitha Leich, die sich ehrenamtlich um die medizinischen Belange kümmert und die Voruntersuchungen durchführt.

Leider beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss der Krankenkassen die Nichterstattungsfähigkeit dieser erfolgreichen und weltweit praktizierten Form der Therapie und damit auch die Nichtaufnahme in den Leistungskatalog für Reha- Kliniken. Nach dieser nicht nachvollziehbaren Entscheidung mussten wir uns neue Räumlichkeiten suchen und fanden sie in Weißenfels. Mit viel Engagement bauten die Eltern zusammen mit einheimischen Firmen und unterstützt von der WVW Weißenfels und unzähligen Spendern das Haus in der Seumestraße 35 nach unseren Bedürfnissen um, sodass die Förderwochen seit Herbst 2007 in den neuen Vereinsräumen durchgeführt werden können.

Seit über 20 Jahren begrüßen wir jährlich Kinder aus Weißenfels, Magdeburg, Halle, Stendal, Leipzig, Dresden, Chemnitz, Zwickau, Gera, Erfurt, Weimar, Jena, Frankfurt / Oder, Berlin …