Was ist konduktive Förderung genau?

Therapiebausteine

Die von Dr. Andras Petö formulierten und in der Praxis bewährten Bestandteile der Konduktiven Förderung lassen sich in die folgenden Schwerpunkte untergliedern, die ähnlich wie die Teile eines Puzzles ineinander greifen.

Physiotherapie

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Die physiotherapeutischen Einheiten beinhalten viele Elemente der klassischen Bobath-Therapie. Sie dienen der Lockerung, Dehnung und Kräftigung des Bewegungsapparates. Bewegungsmuster werden erlernt und verbessert. Physiologische Körperhaltungen sollen helfen, Folge- und Spätschäden zu lindern bzw. zu vermeiden.

Ergotherapie

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Ziel des ergotherapeutischen Programmteiles ist die Verbesserung der grob- und feinmotorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Greifen, Halten und Manipulationen mit Gegenständen verschiedenster Formen und Größen fördern die notwendigen Voraussetzungen, um bei der Bewältigung der alltäglich zu meisternden Aufgaben, wie z. B. An- und Ausziehen der Kleidung, Aufheben von Gegenständen, mundgerechte Zubereitung der Nahrung usw., größtmögliche Autonomie zu erreichen.

Logopädie

Logopädie
Die verschiedenartigen Hirnschädigungen zeigen sich oftmals nicht nur in Bewegungs- sondern auch in Sprach- und Schluckstörungen. Die Kinder sollen in die Lage versetzt werden, besser Kontakte zur Umwelt aufnehmen zu können. Es soll ermöglicht werden, Wünsche und Bedürfnisse verständlich zu äußern. Nicht unwesentlich dabei ist die Aufnahme und das Schlucken der Nahrung.

Pädagogik

Pädagogik
In der Gruppe lernen die Kinder, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Es wird immer gewartet, bis jeder Einzelne die Aufgaben erfüllt hat. Erfolge und Fortschritte werden ausgiebig gelobt und alle freuen sich gemeinsam darüber. Keiner wird ausgelacht, wenn ihm die Umsetzung der Übungen schwerfällt. Die Konduktoren fördern die Kinder liebevoll aber mit Konsequenz, keiner wird zurückgelassen.

Das ganzheitliche Zusammenspiel dieser Therapieelemente unter der Anleitung hochqualifizierter ungarischer KonduktorInnen bildet die Voraussetzung dafür, dass das von Petö konzipierte Ziel der konduktiven Förderung schrittweise erreicht werden kann: „Ausgefallenes lässt sich durch eine kontinuierliche und zielgerichtete Therapie ersetzen“. Das bedeutet, dass durch frühkindliche Hirnschädigungen hervorgerufene Lernhindernisse mit besonderen Fördermaßnahmen überwunden werden können. Damit werden „Schritt vor Schritt“ Wege in eine möglichst selbstständige und gleichberechtigte Teilhabe am Leben geebnet.